Dienstag, 13. Oktober 2009
Aufarbeitung
Was sonst noch geschah:
BVB vs. Bayern 1:5
Auf meinem Weg in den Spätsommerurlaub musste ich live vor Ort mitansehen, wie die Borussia Bayern München in der ersten Halbzeit nach Belieben dominierte. Nach 20 Minuten hätte es bereits 3:0 stehen MÜSSEN - leider fiel aber nur ein einziges Tor, bezeichnenderweise durch Abwehrmann Hummels. Zidan hätte zum Helden werden können, war agilster und gefährlichster BVB-Stürmer, scheiterte aber zumeist an sich selbst. Ribery war noch nicht im Spiel (also wirklich) und Robben durch ein kompaktes und zweikampfstarkes Mittelfeld mit Sahin und Tinga ausgeschaltet. Kuba vernaschte ein ums andere Mal den unglaublich schlechten Münchner Außenverteidiger Braafheid, es blieb jedoch bei der viel zu geringen Torausbeute. Kurz vor der Pause dann der Ausgleich durch ein knappes Abseitstor von Gomez, bis zu diesem Zeitpunkt alles in allem absolut unverdient für glückliche Bayern.
In der zweiten Halbzeit dann ein grausam seltsames Spiel. Der BVB blieb bemüht, aber ohne Fortün, die Bayern trafen bei jedem Schuss ins Dortmunder Tor. Mal unter Mithilfe von Weidenfeller, mal einfach so in den Winkel. 1:5 - die höchste BVB-Heimniederlage seit ich denken kann und mit Sicherheit auch die höchste Niederlage all meiner Besuche im Westfalenstadion. Grausam, weil so unnötig. Bayern war bei weitem nicht so stark, wie das Ergebnis glauben machen will. Schade.
Hannover vs. BVB 1:1
Im Urlaub ohne Internet und Fernsehen, nehme ich das Ergebnis mit einem Tag Verspätung im Kicker zur Kenntnis. Weidenfeller sieht beim Ausgleich alles andere als gut aus, 1:1 in Hannover - was soll man davon halten?!?
Pokal: Karlsruhe vs. BVB 0:3
Diesmal hatte ich vorgesorgt: Live-Handy-Ticker dank BVB-Fans im Wildparkstadion. Erleichterung nach den schnellen Toren zum 0:2, Glückmomente nach dem Schlusspfiff und dem 0:3-Sieg. Nächste Runde in Osnabrück, dazu noch eine ganze Reihe hochkarätiger Gegner raus. Der Pokal ist in dieser Saison wohl die einzige realistische Chance auf's internationale Geschäft.
BVB vs. Schalke 0:1
Das letzte "Urlaubsspiel": Das ernüchternde Ergebnis inklusive kurzem Spielbericht verdanke ich einem französischen TV-Sender im Hotelzimmer. Farfan trifft, Schiri pfeift schwach, 0:1 und noch immer viel zu wenige Punkte auf dem BVB-Konto.
Gladbach vs. BVB 0:1
Endlich wieder zu Hause - und dann auch noch ein solcher Glücksfall: Der BVB spielt im "Topspiel" um 18:30!!! Das bedeutet, ich kann nach arbeitsreichem Samstag das Spiel live auf SKY verfolgen.
Die erste Euphorie darüber verfliegt recht schnell, denn das Spiel ist extrem langsam und einschläfernd. Neutrale Zuschauer sind wohl längst weggenickt, als Barrios doch noch sein erstes Bundesliga-Tor erzielt, tolle Einzelleistung und - wenn man ehrlich ist - für lange Zeit auch die einzige Torchance im gesamten Spiel. Ein paar Konter hätten am Ende konsequenter gefahren werden müssen, Kuba verstolpert das fällige 0:2, anonsten gibt es nicht viel Positives festzuhalten außer: AUSWÄRTSSIEG!!! Und drei Punkte sind drei Punkte und der (Fuß-)Ball ist rund und das Spiel...Achwas, Grottenkick, aber doch irgendwie schön. Endlich wieder Fußball!
Montag, 31. August 2009
Gerechtes Unentschieden - Eintracht vs. BVB 1:1
Mal im Ernst: Die Eintracht hatte am Samstag das Dortmund-Feeling - das ist schade für Frankfurt, macht die Geschichte im Grundsatz aber nicht wesentlich besser. Es fühlt sich aber zumindest kurzzeitig so an, als gleiche sich alles im Leben einmal aus. Und achja: Bis auf die beiden Fehlentscheidungen war es eine ordentliche Schiedsrichterleistung. Was man von den beiden Mannschaften am Samstag nicht immer sagen konnte...
Zum Spiel: Dortmund auf einer Position verändert, anstelle von Barrios stürmt Eintracht-Schreck Zidan. Die Eintracht lässt den fiesen Franz auf der rechten Ochs-Seite auflaufen, den ich am liebsten schon vor Spielbeginn mit gelb verwarnt hätte. Ansonsten alles wie gehabt, wieder kein Koch, was schade ist. Wegen "Brandgefahr" wird meine Zeitung nach Bahnanreise von Ordnern vorm alten Waldstadion gepfändet, dann geht's mit Stadionwurst auf die Tribüne. Und hier der Spielbericht:
Spielbericht
1. Halbzeit: Der BVB kommt zunächst ziemlich gut ins Spiel und zeigt zum Teil ansprechende Kombinationen, an denen auch die Eintracht mit ihren Ballverluste im Mittelfeld nicht ganz unbeteiligt ist. Umgeschaltet wird meist über rechts und den spielfreudigen Kuba, dem allerdings bei seinen Hereingaben der Überblick fehlt. Alleine in den ersten 20 Minuten bleiben vier Kuba-Flanken bei aussichtsreichen Gegenstößen am Gegner hängen, mal flankt er hoch ohne Abnehmer in die Mitte, mal flach in den Strafraum, obwohl Valdez am langen Pfosten auf die Flanke wartet. Auf diese Weise werden den Dortmunder Angriffen schon vor der Vollstreckung durch eigene Ungenauigkeit der Zahn gezogen. Hinzu kommt, dass auch gut ausgespielte Situationen kein Tor bringen. Zidan scheitert erst an sich selbst (Halblinks im Strafraum frei vor Nikolov mit Links ans linke Außennetz), dann an Torhüter Nikolov (Nach Fehlpass Vasoski sprintet Zidan dazwischen, vergibt aber im Fallen zentral vor Nikolov, der lange stehenbleibt und den Ball noch rechts am Tor vorbeilenken kann Eine weitere gute Chance lässt Valdez nach Zidan-Flanke freistehend im Fünfmeterraum ungenutzt, sein unpräziser Kopfball geht weit am Tor vorbei anstatt in den Maschen zu landen. Vorne fahrlässig Chancen vergeben - und hinten? Weidenfeller hat einen guten Tag erwischt, was nützlich ist, da auch die Eintracht sich nicht versteckt und ihrerseits gute Tormöglichkeiten herausspielt. Das allerdings zumeist mit gütiger Mithilfe des BVB. Leichte Ballverluste (U.a. Sahin, Hajnal, Owomoyela) bringen die Frankfurter immer wieder gefährlich in Position, die ihre Angriffe ihrerseits zielstrebiger abschließen. Glück für Dortmund, dass Roman Weidenfeller Schüsse von Meier und Amanatidis sehenswert pariert und Schiedsrichter Meyer das Tor von letzterem wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gibt. Ich saß gut und hätte als Linienrichter die Fahne wohl nicht gehoben...
Zur Halbzeit keine Tore, viele vergebene Chancen, denen ich schon nachtrauere und ein Dortmunder Mittelfeld, dass nur auf dem Papier existiert. Unterhaltsam war's trotzdem.
2. Halbzeit: Weniger Tempo im Spiel, dafür fallen jetzt die Tore. Freudig erregt registriere ich, dass auch Zidan Tore erzielen kann. Nach Amanatidis-Fehler wurschtelt er sich durch die Frankfurter Abwehr und trifft aus zentraler Position zum 0:1 ins rechte untere Eck. Gleich darauf die Chance zum 0:2: Dede erkämpft sich bei einem seiner wenigen Vorstöße auf links den Ball auf Strafraumhöhe, der guten Rückpass kann Sahin nicht verwerten, viel zu überhastet schiebt er den Ball am rechten Pfosten vorbei. Fast im Gegenzug der Ausgleich: Ein eigentlich harmloser Angriff der Frankfurter wird von Subotic gestoppt, dem der Ball dabei vom Fuß springt, eine Gelegenheit, die Amanatidis mit sehenswertem Schuss aus 18 Metern ins linke untere Eck verwertet. Danach tut sich bei beiden Mannschaften wenig, in der Schlussphase kommt die Eintracht noch einmal auf, Amanatidis vergibt ( aus ähnlicher Position wie Zidan in der ersten Hälfte, links im Strafraum) weil Weidenfeller einmal nicht umfällt, Meier köpft in der Nachspielzeit den Ball nur an die Querlatte.
Zwei strittige Situationen sind noch zu vermelden: Santana foult Cris elfmeterreif im Strafraum (von meinem Platz aus nicht zu sehen), "Arschloch" (Zitat: Mario Gomez) Franz rammt dem gerade kieferoperierten Dede an der Seitenlinie ohne Aussicht auf den Ball die Schulter ins Gesicht und sieht nur gelb. Insgesamt ein interessantes Spiel mit gerechtem Ausgang.
BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Santana, Dede -Hummels, Kuba (72. Großkreutz), Sahin, Hajnal (82. Feulner), - Zidan, Valdez (78. Zidan)
Tore: 0:1 Zidan (62.), 1:1 Amanatidis (68.)
Globalanalyse
Der Torwart: Weidenfeller hielt gut und alles was zu halten war.
Die Abwehr: Wirkte nicht souverän. Subotic legt Amanatidis das Tor auf, Santana verursacht fast einen Elfmeter, Dede war nie zu sehen und Owomoyela eine Katastrophe. Wo bleibt Julian Koch?
Das Mittelfeld: Mittelfeld? Keins gesehen!
Der Sturm: Valdez war abgemeldet, Zidan stark aber leider zu oft glücklos.
Einzelkritik
Roman Weidenfeller (2+): Gut gespielt, Niederlage verhindert, Glück bei Abseitspfiff und Lattentreffer.
Neven Subotic (4): Gab die Vorlage zum Ausgleich. Vorne bei Eckbällen in dieser Saison bislang noch nicht gefährlich, steckt derzeit im Leistungsloch!
Felipe Santana (4): Hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn Meyer Elfmeter gibt.
Dede (5): War weder vorne noch hinten präsent. Noch nicht fit und vom fiesen Franz offensichtlich gut (wenn auch oft unfair) in Schach gehalten
Patrick Owomoyela (5-): Eine Situation aus der 2. Hälfte: Owo steht auf der Höhe des Mittelkreises an der Außenlinie, mit Ball. Er steht!!! Und das mitten im Spiel, Sekunden aber eine gefühlte Ewigkeit. Dann nimmt ihm endlich ein Frankfurter den Ball ab und leitet einen Konter ein, den Amanatidis fast mit einem Treffer abschließt. Muss ich noch was sagen?
Tamas Hajnal (4-): Leistete sich zu viele Fehler im Aufbauspiel. Immer wieder schlampige Querpässe.
Nuri Sahin (4-): Für ihn gilt leider das Gleiche..
Kuba (3-): Zu Beginn der Partie sehr aktiv, aber schwache Hereingaben.
Mats Hummels (4): Kann Kehl (noch) nicht ersetzen.
Kevin Großkreutz (?): Zu spät gekommen, kein Effekt.
Markus Feulner (?): War fast nicht auf dem Platz.
Lucas Barrios (?): Spät eingewechselt, bemüht aber keine Torszene.
Nelson Valdez (5): Das bisher schwächste Saisonspiel von Nelson Valdez.
Mohamed Zidan (2-): Muss die Tore in der ersten halbzeit machen. Sehr aktiv und in der 2. Halbzeit belohnt.
Spieler des Spiels: Zidan, nicht nur wegen seinem Tor sehr auffällig. Hätte allerdings drei Buden machen müssen.
Fazit: Für unbeteiligte Zuschauer war das Spiel sensationell: Zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten, zu Beginn viel Tempo, kein Mittelfeld und haarsträubende Fehler im Aufbau. Schade: An guten Tagen gewinnt der BVB das Spiel. Aber insgesamt eine gerechte Punkteteilung, da man auch durchaus hätte verlieren können. Bin nicht unzufrieden mit dem Ergebnis - Das Spiel muss aber besser werden. In zwei Wochen geht's gegen die Bayern...
Donnerstag, 27. August 2009
Freispruch!
Dienstag, 25. August 2009
Ein Witz.
Schiedsrichter Helmut Fleischer (Siegmertshausen) hatte dem DFB-Kontrollausschuss erklärt, beide Vorgänge nicht gesehen zu haben, so dass das Gremium Ermittlungen aufnehmen konnte. Nach Angaben des Kontrollausschuss-Vorsitzenden Anton Nachreiner können zielgerichtete Ellenbogenschläge, insbesondere gegen den Kopf beziehungsweise das Gesicht eines Gegenspielers, nach ständiger Rechtsprechung der DFB-Rechtsinstanzen nachträglich bestraft werden.
Dabei verwies er darauf, dass im Spiel 1899 Hoffenheim gegen Bayern München am 8. August ein Foul von Marc van Bommel gegen den Hoffenheimer Isaac Vorsah "grundsätzlich von der Rechtsprechung nicht als krass sportwidrig" betrachtet worden sei.
WARUM NICHT!?!*
* Aggressive Leader, A.d.R.
Sonntag, 23. August 2009
DFB ermittelt gegen Subotic und Lehmann
Das DFB Schiedsrichterfazit nach den ersten drei Spieltagen:
1. Auf Foulspiel und Notbremse (Rote Karte) wird nur entschieden, wenn der Spieler tatsächlich fällt (siehe: "Schwalbe") und es sich hierbei nicht um einen Spieler mit gelbem Trikot handelt.
2. Marc Van Bommel wird nicht gesperrt, egal wie oft und wem er "Ellbogen" (Begriff steht für alle Körperteile des "Aggressive Leaders") ins Gesicht rammt. Er ist und bleibt der Aggressive-Leader.
3. Reklamationen von Jens Lehmann werden ignoriert. Anmerkungen von Frank Rost oder Schalker Spielerrudel (siehe hierzu exemplarisch Hoffenheim vs. S04) sind für den Schiedsrichter bindend.
4. Abseitsstellungen werden saisonübergreifend wie folgt ausgelegt: Befindet sich ein Spieler im gelben Trikot in Nähe des gegenerischen Strafraums, so ist im Zweifel auf Abseits zu entscheiden. Spielsituationen, die klare Abseitsstellungen einer Mannschaft mit andersfarbigem Trikot vermuten lassen und zu Vorteilen einer Mannschaft in gelben Trikots führen könnten, werden vom Schiedsrichterteam noch einmal überdacht und gegebenfalls mit Spielern der anderen Mannschaft intensiv diskutiert. Nach Abschluss des Beratungsprozesses wird der Abseitspfiff - insofern dieser bereits fälschlicherweise getätigt wurde - vom Schiedsrichter zurückgenommen und die betroffene Mannschaft mit einem DFB-Präsentkorb entschädigt. Zusätzlich wird Kevin-Prince-Boateng (Alternativ: Neven Subotic) für 4 Spiele gesperrt. Marc Van Bommel erhält eine Kapitänsbinde mit der Aufschrift "Agressive Leader" in den Farben Schwarz-Rot-Gold inklusive DFB-Emblem.
5. Foulspiele an Spielern in gelben Trikots werden mit gelb für den gefoulten Spieler geahndet.
6. Geht ein Spieler in gelbfreien Trikot zu Boden, so wird das Spiel mit Freistoß, in Strafraumnähe mit Strafstoß für diese Mannschaft fortgesetzt.
7. Auf "Tor" ist im Zweifelsfall dann zu entscheiden, wenn der Ball zweifelsfrei die Torlinie überquert hat und es sich beim Torschützen um einen Spieler in gelbfreiem Trikot handelt (Abweichungen können bei Partien mit "Aggressive Leader" vorgenommen werden). Hat der Ball auf Einwirkung eines Spielers mit gelbem Trikot die Torlinie nachweislich in vollem Umfang überquert, so ist auf Abseits (siehe 4; alternativ: Foulspiel, siehe 5). zu entscheiden und das Spiel mit Freistoß bzw. Strafstoß fortzusetzen.
Samstag, 22. August 2009
BVB vs Stuttgart 1:1
Wegen neuerlichem Arbeitseinsatz konnte ich das Spiel übrigens leider nur in diversen Zusammenfassungen verfolgen, weshalb der detaillierte Spielbericht heute erneut entfällt (an dieser Stelle aber schon mal der Hinweis: Nächste Woche gegen die Eintracht bin ich vor Ort und berichte ausführlich). Hier die Kurzfassung:
Der BVB spielte ohne Julian Koch in der Startformation - manchmal wünsche ich mir von Jürgen Klopp etwas mehr Mut -dafür aber mit Dede für Schmelzer auf Links. Nach nur vier Minuten musste zudem Tinga mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden, Hummels gab wieder einmal den Ersatzsechser vor der Abwehr. Valdez verwertete ein schönes Sahin-Zuspiel zur 1:0 Führung, nachdem schon zuvor ein reguläres Tor durch Sahin (15.) wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt und auch ein weiterer aussichtsreicher Angriff fälschlicherweise abgepfiffen wurde (21.). In der zweiten Halbzeit dann das Gegentor, weil Santana Niedermeier aus den Augen verliert und der links im Strafraum völlig alleinstehend keine Mühe hat, den Ball per Kopf an Weidenfeller vorbei ins Tor zu befördern. In der Schlussphase wird Kuba - alleine aufs Tor zulaufend - am Trikot gehalten, fällt aber nicht. Kein Pfiff vom schwachen Fleischer. Ein Lattenkopfball vom eingewechselten Rangelov rundet das insgesamt ordentliche Spiel der Borussia gegen den guten VFB ab.
BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Santana, Dede -Tinga (4. Hummels), Kuba (77. Großkreutz), Sahin, Hajnal - Barrios (65. Rangelov), Valdez
Tore: 1:0 Valdez (27.), 1:1 Niedermeier (47.)
Donnerstag, 20. August 2009
Königliche Stimmung - BVB vs. Real 0:5
Weniger schön: Null-zu-fünf, Spielordnung in den ersten zehn Minuten, Owomoyela, Ballverluste von Großkreutz in der ersten Halbzeit, wieder-kein-Barrios-Tor, zweite Halbzeit, zu erwartende Häme von gewissen HSV-/Eintacht-Fans, mulmiges Gefühl vor dem Spiel am Samstag.
Schön: Julian Koch (Tolles Debut!), Kaka (ein unbeschreiblich guter Spieler. Die Ovationen bei seiner Auswechslungen kamen von Herzen.), Erkenntnis, dass Großkreutz sich fangen und besser spielen konnte, Kuba, kein-Ronaldo-Tor (Nur Latte, hähä...), Laola, Südtribüne, Metzelder - oho, jedes-Spiel-ist-anders-, gegen-Real-kann-man-verlieren- und "Scheißegal"-Floskeln, Neues Kappa-Trikot, 100 Jahre BVB 09, am Samstag geht's schon weiter.
BVB: Weidenfeller (46. Ziegler) - Koch (46. Owomoyela), Subotic (46. Hünemeier), Santana (46. Hummels), Dede (65. Schmelzer) -Tinga (46. Bender) , Kuba (46. Kringe), Sahin (46. Hajnal), Großkreutz (65. Öztekin) - Barrios (46. Valdez), Rangelov (46. Zidan)
Tore: 0:1 Granero (3.), 0:2 Robben (48.), 0:3 Higuain (73.), 0:4 Kaka (76., FE), 0:5 Raul (89.)
Samstag, 15. August 2009
Klare Niederlage - HSV vs. BVB 1:4
Hier der Spielbericht:
Spielbericht
1. Halbzeit: Das Spiel beginnt und der BVB ist noch nicht auf dem Platz. Zweikämpfe werden reihenweise verloren, schnell gibt es die ersten Ecken für den HSV. Dort stimmt die Zuordnung in der Mitte nicht, so dass Boateng nach 2 Minuten schon fast zum 1:0 hätte einschießen können, Weidenfeller hält allerdings sehr gut. Bei der folgenden Ecke dann doch das Tor. Eigentlich harmlos nach innen gebracht, Weidenfeller segelt am Ball vorbei, der springt an den stehend staunenden Owomoyela und ins Tor. Die DFL gibt Ex-Borusse Demel den Treffer, weil er den Ball noch über die Linie gedrückt haben soll, bevor er ohnehin drin gewesen wäre. Ich: Das geht ja gut los. Direkter Gegenzug und auch bei mir keimt wieder Hoffnung auf. Erster Angriff der Borussia, hoher Ball auf Kuba, der verlängert mit dem Kopf (ein Riese ist er ja nicht gerade...) auf Valdez und der markiert per Kopfball-Lob den 1:1 Ausgleich. Danach leider nach wie vor zu wenige Präsenz, insbesondere im Mittelfeld, und obendrein ganz schlechte Zweikampfbilanzen. In der 10. dann das 2:1: Der BVB bekommt den Ball nicht aus dem Strafraum, wie bei allen Gegentoren sind gelbe Spieler zwar in Überzahl aber nur Statisten, Jarolim versucht an den Ball zu kommen, grätscht aber Santana um, durch die entstandene Lücke sprintet Ze Roberto, zieht ab, der Ball klatscht an den rechten Torpfosten, alle staunen, Ze Roberto setzt nach und schießt den Ball am verdutzen Weidenfeller vorbei ins Tor. Nur zwei Minuten später der nächste Gegentreffer. Der BVB hält 2-m Sicherheitsabstand von jedem Spieler im HSV-Trikot, Kuba, Owomoyela und auch Subotic eskortieren den nach simplem Doppelpass gestarteten Elia in den Strafraum, Elia passt in die Mitte, alles steht - außer Guerrero und der Peruaner trifft im Fallen hart und flach zentral ins BVB-Tor. Der Rest der Halbzeit ist von beiden Seiten nicht berauschend, der BVB bekommt kein Bein auf's Spielfeld, Fehlpässe und keine Torchancen, nahezu jeder Zweikampf geht an Hamburg, ich bin frustriert und trinke Buttermilch.
2. Halbzeit: Der BVB kommt mit Hummels statt Hajnal (ich dachte bei einer möglichen Auswechslung auch an Tinga - oder jeden anderen mit gelbem Trikot) und zunächst stark verbessert aus der Kabine. Leichte Hoffnung auf den Anschluss. Jetzt steht Hamburg und der BVB spielt endlich nach vorne. Hummels als Sechser gibt dem BVB-Spiel mehr Stabilität und Tinga fühlt sich in offensiverer Rolle auch deutlich wohler. In der ersten Viertelstunde drängt der BVB auf den Anschluss, doch Santana köpft freistehend aus 3 m auf Rost anstatt den Ball im Netz zu versenken. Und auch Kubas Schuss aus etwas spitzem Winkel wird nach schönem Angriff geblockt. Nach einer Stunde dann Rückfall in alte Lethargie. Glück, weil Elia nach Schmelzers Trikotziehen nur die Latte trifft und der schwache Kempter Hamburg den Elfmeter verweigert. Das 1:4 dann wieder katastrophal: Santana versucht einen Schuss zu blocken, wehrt am Boden liegend den Ball nicht weit genug ab, die Hamburger setzen nach und weil sich kein Dortmunder zuständig fühlt, niemand die wenigen Hamburger beträngt und Laufen an diesem Tag nicht gerade die Stärke des BVB ist, kommt der Ball wieder in den 5-Meter-Raum, wo Santana gerade erst wieder aufgestanden ist, Weidenfeller abklatschen lässt und Berg vor Schmelzer lockerleicht ins leere Tor einschießen kann. Erste Hofnungen auf mögliche Abseitsstellungen zerschlagen sich, das Spiel ist gelaufen. Überraschenderweise gibt es in der Folge noch einige hochkarätige BVB-Chancen: der eingewechselte Zidan vertendelt vor Rost anstatt zu den mitgelaufenen Mitspielern abzuspielen. Und Rangelov trifft knallhart links oben in den Winkel zum 2:4, doch - und das passt zum Tag - Kempter gibt das Tor nicht. So etwas hat die Fußball-Welt zuvor allerdings auch noch nicht gesehen: Zunächst geben Linienrichter und Schiri das Tor, die Spieler stehen zum Anpfiff am Mittelkreis, niemand hebt die Fahne, niemand funkt, alles gut, schönes Tor, klare Niederlage. Dann stürmt Rost zum Linienrichter und beschwert sich so lange, bis Kempter gerufen wird und das Tor annuliert. Unglaublich. Nunja. Ich frage mich, woran sich die Unparteiischen da wohl orientiert haben mögen und trinke weiterhin säuerliche Buttermilch. Die Szene kann man natürlich so interpretieren, weil Sahin in der Nähe und im Abseits steht, muss man aber nicht. Schade für Rangelov, denn den Schuss hätte der Schalker auch bei freier Sicht nie gehalten. Schlusspfiff, emotional hatte ich mich schon darauf eingestellt und bin deshalb einigermaßen gefestigt. Am Mittwoch geht's gegen Real.
BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Santana, Schmelzer -Tinga, Kuba, Sahin, Hajnal (46. Hummels), - Barrios (79. Rangelov), Valdez (69. Zidan)
Tore: 0:1 Demel (3., bzw. Owomoyela/Weidenfeller - sind wir mal ehrlich ;-) ) 1:1 Valdez (5.), 1:2 Ze Roberto (10.), 1:3 Guerrero (12.), 1:4 Berg (72.)
Globalanalyse
Der Torwart: Weidenfeller griff gleich zu Beginn einmal daneben - nachdem er schon gegen Boateng in der 2. Minute sensationell pariert hatte - und auch beim 1:4 sah er nicht besonders geschickt aus. Klarer Fehler beim ersten Tor und ärgerlich beim vierten, an den übrigen Gegentoren aber schuldlos. An ihm lag es heute nicht ausschließlich.
Die Abwehr: Katastrophe?! Die Außen gegen schnelle Gegenspieler meistens überfordert und in der Mitte nicht nah genug am Mann. Klar, die Abwehr beginnt im Angriff und klar: im Mittelfeld lief noch weniger rund. Aber das war heute einfach nichts.
Das Mittelfeld: Gab es bis auf wenige Minuten zu Beginn der 2. Hälfte nicht. Hier wurde das Spiel verloren. Viel zu viele leichte Ballverluste, Fehlpässe und Ungenauigkeiten im Aufbau. Kaum Präsenz und Zweikampfstärke. Der zweite Ball ging regelmäßig zum HSV. Standen nicht eng genug. Schlecht.
Der Sturm: Immerhin zwei Tore, eins davon zählte. Die Stürmer wurden kaum in Szene gesetzt, hatten es daher schwer. Insgesamt wenige Torchancen, dafür ja noch ganz passabel. Das Spiel wurde heute weiter hinten verloren.
Einzelkritik
Roman Weidenfeller (4-): Fehler vor dem 1:0, konnte sich nur selten auszeichnen, musste den Ball vier mal aus dem Netz holen.
Neven Subotic (5): Fiel fast nicht auf und das als Innenverteidiger mit dieser Statur. Sagt alles, ganz schwaches Spiel ohne die gewohnte Präsenz und Zweikampfstärke. Irrte umher.
Felipe Santana (4-): Überfordert. Vor dem 1:2 gefoult, vor dem 1:4 der Einzige, der noch etwas Gegenwehr zeigte. Bester Mann in der Abwehr, aber an diesem Tag war das wahrlich nicht schwer.
Marcel Schmelzer (5): Nach vorne nichts, nach hinten schlecht.
Patrick Owomoyela (6): Lief nur nebenher und spielte abenteuerliche Fehlpässe ins Nichts.
Tamas Hajnal (5+): Zur Halbzeit ausgewechselt, ein guter Distanzschuss, ansonsten vieles zu ungenau. Zeigte zu wenig Präsenz.
Nuri Sahin (4-): Unauffällig. Leider.
Kuba (4): Torvorlage. In der ersten Halbzeit kam ansonsten nichts, in der zweiten etwas besser. Langt so aber nicht.
Mats Hummels (3): Kam in der Halbzeit für Hajnal, spielte solide auf der Sechs, brachte mehr Sicherheit.
Tinga (5-): Katastrophal überfordert in der ersten Halbzeit. Offensiv später minimal stärker.
Lucas Barrios (5+): Kein Schuss, kein Tor, der Barrios! Aber er bekam auch zu wenige Zuspiele.
Nelson Valdez (3-): Tor. Gefrustet, weil fast nie in Szene gesetzt.
Mohamed Zidan (4): Muss das Tor machen oder abspielen.
Dimitar Rangelov: (2): Leider zu spät gekommen. Tolles Tor.
Schiri Kempter (5+): Normalerweise gibt es diese Kategorie nicht, heute schon. Er war schwach - und da bleibe ich dabei - obwohl das Spiel nicht schwer zu leiten war. Pfiff kleinlich gegen den BVB und ließ den Hamburgern vieles durchgehen. Sah zum Ende der Partie nicht, dass sein Assistent bei einem HSV-Angriff minutenlang die Abseits-Fahne hob, annulierte dafür ein Tor, weil sich ein Torhüter beschwerte. Muss dem HSV einen Elfmeter geben und vor dem 2:1 abpfeiffen, weil Jarolim Santana umgrätscht. War seltsamerweise alles in allem nicht spielentscheidend, aber trotzdem schlecht.
Spieler des Spiels: Rangelov. Machte keine Fehler, dafür aber ein Tor.
Fazit: Deutliche und auch in dieser Höhe verdiente Niederlage. Ganz schwache Leistung. Umso ärgerlicher, als der HSV bei weitem nicht so gut war, wie das Ergebnis es ausdrückt. Und achja...Da steht ein Schalker im Tor....ein echter Schalker im Tor...jaja, ein Schalker im Tor...
Dienstag, 11. August 2009
BVB vs. Real
Montag, 10. August 2009
Nicht schlecht!
Sonntag, 9. August 2009
Pokal: 2. Runde in Karlsruhe
Samstag, 8. August 2009
Heimsieg gegen Köln
"Offensichtlich" deshalb, weil ich arbeiten musste, anstatt das Spiel live verfolgen zu können. Das ist schmerzhaft, ohne Frage. Dass mein Job im weitesten Sinne etwas mit Fußball zu tun hat, ist dabei nicht wirklich tröstlich. Und ein Sport1-Live-Ticker mildert den Schmerz nur minimal.
Heute gibt es deshalb ausnahmsweise keinen Spielbericht. Der Grund: Die wichtigsten Szenen des ersten Dreiers der Saison konnte ich selbst nur den einschlägigen Zusammenfassungen entnehmen (Sportstudio/Bundesliga Pur). Aber die Chronik des Geschehens gestaltete sich aus meiner Sicht so:
5. Minute: Noch 0:0, Oha, Schmelzer spielt ja doch! (Statt Öztekin, wo hatte ich das noch gleich gelesen, dass der "Alrounder" angeblich so gut wie gesetzt sei ?!?) Ansonsten alles wie gehabt. Mach auch nochmal den Kicker-Ticker auf, doppelt hält besser. Mainz geht gegen Leverkusen in Führung, sehr gut, Überraschung!
6. Minute: Noch 0:0, aber die Eintracht führt in Bremen! Wer hätte das gedacht?
15. Minute: Immer noch 0:0. Offensichtlich gibt's ja Chancen, aber das Ding muss auch mal rein!
43. Minute: Keine Tore. Die Eintracht führt schon wieder. Man oh man. Geht vor der Halbzeit noch was?
Halbzeit: 0:0. Der BVB ist besser, sagen die Ticker. Leverkusen hat das Spiel in Mainz gedreht, Bremen durch Sanogo (!) ausgeglichen. Und Gelsenkirchen führt in Nürnberg. Na toll.
60. Minute: So langsam werde ich nervös. Wieder ein Unentschieden trotz drückender Überlegenheit? Schalke führt 0:2. Muss den Ticker erstmal ausschalten.
90. Minute: Pünktlich zum Abpfiff bin ich fertig mit Arbeiten. Keine Ahnung wie das Spiel ausgegangen ist. Ungewissheit. Anruf daheim. Erleichterung. Freude: verdienter 1:0-Sieg! In die Kneipe um die Ecke zum Hoffenheim-Bayern gucken, dann Zusammenfassungen.Telefonplausch mit Dauerkartenbesitzer (war natürlich im Stadion, sagt: drückend überlegen.) Nächste Woche in Hamburg bin ich sicher wieder live dabei.
So. Dann noch Pokalauslosung. Wer's wohl wird?
Samstag, 1. August 2009
Überschriften gehen aus!!! - Pokalspiel in Weiden
Spielbericht
1. Halbzeit: Alles live, dank SKY. Tinga mimt den Sechser, Hummels zunächst nur auf der Bank. Ansonsten wie in der ersten Halbzeit in Koblenz. Weiden steht gut und spielt auch mit. Dem BVB gelingt zunächst nicht besonders viel, klare Torchancen sind Mangelware. Valdez mal mit dem Kopf und im Liegen, aber wie gewohnt torlos. Dann das 0:1 in der 24. Minute: Hajnal spielt einen tollen Pass in die Gasse und wer sonst als LUUUCAS Barrios (der jetzt offiziell "Lucas" heißt) macht die Bude. Und zwar richtig abgezockt. Mit dem Außenrist im Strafraum am Torhüter vorbei gespitzelt, Tor (Siehst du Nelson, so wird das gemacht). Erstaunlicherweise wird das Spiel jetzt nicht besser und konsequenterweise fällt auch kein weiteres Tor vor der Halbzeit. Mit 0:1-Führung in die Pause und ab zum Onkel.
2. Halbzeit: Wiederanpfiff am Sonntagmorgen (Natürlich kenne ich das Ergebnis und die kurze Zusammenfassung im Sportstudio habe ich mir auch noch angetan. Vielleicht deshalb so entspannt...). Hummels kommt für Kuba, Tinga wechselt auf die rechte Seite der Raute und das gleich mit Erfolg. Schöner Angriff, Lucas legt mit der Hacke ab auf Tinga, der zieht in den Strafraum und legt im Sechzehner quer auf Nuuuuri Sahin (der in Weiden glücklicherweise um Welten besser spielt als in Koblenz) und der trifft aus kurzer Distanz: 0:2. Das Spiel ist gelaufen, sollte man meinen, es gibt sogar die ein oder andere BVB-Situation zum 0:3, eine gute Gelegenheit für Weiden, aber keiner macht das Tor. Zehn Minuten vor Schluss noch einmal Weiden, schöner Angriff, Steilpass von rechts in die Mitte, Stellungsfehler Subotic (aber auch schöner Pass) und Ex-Arsenal-Darmstadt-Stürmer Mendez markiert den Anschlusstreffer. Zittern bis zum Schluss? Nicht wirklich, ich weiß ja wie das Spiel ausgeht, also entspannt zurücklehnen und darauf warten, dass Zidan in der Nachspielzeit den Weidener Torwart umkurvt und im Liegen zum 1:3 einschiebt. Schlusspfiff und 2. Runde, mehr gibt es nicht zu sagen, klarer Pflichtsieg, aber alles andere als überragend. Geburtstag war schön, es gab gut zu Essen, nächste Runde gibt's dann wieder am Stück und live, vielleicht im Stadion (Wunschgegener 1860 München zuhause).
BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Santana, Schmelzer -Tinga, Kuba (46. Hummels), Sahin, Hajnal - Barrios (82. Rangelov), Valdez (64. Zidan)
Tore: 0:1 Barrios (24.), 0:2 Sahin (46.), 1:2 Mendez (79.), 1:3 Zidan (92.)
Globalanalyse
Der Torwart: Weidenfeller spielte ordentlich, wurde wenig geprüft, war aber immer zur Stelle. Am Gegentor schuldlos. Verletzte sich bei einem Zusammenprall am Ellbogen, Einsatz gegen Köln fraglich.
Die Abwehr: Meistens souverän, aber gegen einen Viertligisten ist das auch wünschenswert. Subotic macht beim 1:2 nicht die allerbeste Figur, trotzdem wohl eher keine Problemzone für den Ligastart.Das Mittelfeld: Tinga begann etwas unsicher, steigerte sich im Verlauf der Begegnung. Hajnal spielte einen tollen Pass zum 0:1, Tinga legte zum 0:2 auf und Sahin trifft. Klingt gut, ist aber nur die halbe Wahrheit. Langt gegen einen Viertligisten, gegen Köln muss noch mehr kommen.
Der Sturm: Barrios Tor und (fast) Torvorlage, Zidan trifft und Valdez läuft und vergibt Chancen wie in besten Zeiten. Läuft.
Einzelkritik
Roman Weidenfeller (2 -): War besser als die Kicker-Note für fröhliches Mitspielen aussagt.
Neven Subotic (3): Stellungsfehler vor dem Weidener Tor, ansonsten ok.
Felipe Santana (2): Ordentlich, gegen Viertligastürmer aber auch selten gefordert.
Marcel Schmelzer (3): Verbessert, aber nicht Dede.
Patrick Owomoyela (3): Ok. Lief mit, spielte nicht stärker, aber auch nicht schwächer als der Rest der Mannschaft.
Tamas Hajnal (3+): Schöne Vorlage beim 0:1. Vom Regisseur darf aber noch mehr kommen.
Nuri Sahin (3): Spielte um Welten besser, machte ein Tor.
Kuba (3-): Wenige Aktionen, zur Pause raus.
Mats Hummels (3): Kam in der Halbzeit für Kuba, spielte solide aber noch keine Traumsechs.
Tinga (2-): Gute Vorarbeit zum 0:2, emsig, gegen Köln wohl auf der Sechs.
Lucas Barrios (2+): Wieder ein Tor, wieder das 0:1! Schöne Hackenvorlage vor dem 0:2, wird sich konditionell noch steigern, in jedem Fall aber ein Gewinn.
Nelson Valdez (3-): Lauffreudig, aber ohne Fortune im Abschluss.
Mohamed Zidan (2): Macht sein Tor. Sehr zielstrebig.
Dimitar Rangelov: (3): Zu spät gekommen.
Spieler des Spiels: Lucas Barrios. Wieder getroffen und was will man eigentlich mehr!?!
Fazit: Barrios trifft und das ist auch die beste Nachricht. Hauptsache in der 2. Runde, wie ist am Ende egal.
Dienstag, 28. Juli 2009
Barrios trifft!!! - Testpiel TuS Koblenz
Zunächst einmal das Wesentliche: Das Testspiel gegen Koblenz in der Saisonvorbereitung fühlte sich genauso an wie ein Testspiel gegen Koblenz in der Saisonvorbereitung. Beide Mannschaften waren mehr darum bemüht die taktische Disziplin umzusetzen, die Trainer an langen und harten Trainingstagen einstudieren lassen - und das Ganze dann auch noch in eher mäßigem Tempo, so dass sich - so kurz vor Saisonbeginn - auch niemand mehr verletzt. Wenige Torchancen für den BVB - keine für die TuS. Ein überragender Koblenzer Keeper Yelldell, der seine Mannschaft mehrfach vor höheren Rückständen bewahrte und das tolle Debut eines echten "Knippsers" - Das waren die Eckpunkte der Partie am Oberwerth.
Das Testspiel in Koblenz lief ungefähr so:
1. Halbzeit
Kaum zwingende Aktionen in der Anfangsphase. Über links (Sahin, Schmelzer) geht nichts, über rechts (Kuba, Owomoyela) deutlich mehr. Riesenchance für den BVB durch Santana-Kopfball aus 3 Metern nach einem Eckball, Superparade Yelldell. Sahin senst Gegenspieler um, bekommt kein Gelb. Klasse Tor von Barrios in der 17. Minute: Subotic schlägt den Ball weit nach vorne, ein Koblenzer Abwehrspieler verschätzt sich, Barrios spekuliert richtig und läuft in halbrechter Position unbedrängt auf's Tor zu, hebt den Ball mit der Innenseite aus gut 20 Metern über den herauslaufenden Yelldell, drin. Kaum zwingende Aktionen. Sahin senst Gegenspieler um und bekommt Gelb. Barrios kommt nach schöner Kombination über Hajnal halblinks im Strafraum an den Ball, sein guter Schuss aus 8 Metern wird von Yelldell abgewehrt. Kaum zwingende Aktionen. Pause.
2. Halbzeit
Schmelzer und Sahin raus (richtig!), dafür Öztekin und Feulner. Kaum zwingende Aktionen.
Es wird munter gewechselt, auch Barrios und Valdez gehen. Zidan und Rangelov sind dafür neu auf dem Platz. Kaum zwingende Aktionen, noch mehr Auswechslungen: Unter anderem sind jetzt Kringe, Tinga und Großkreutz mit von der Partie. Kaum zwingende Aktionen. Nach toller Staffette über Feulner und Großkreutz steht Rangelov frei vor Yelldell, der hält Weltklasse. Fehler in der Koblenzer Hintermannschaft, Zidan schaltet schnell und läuft in den Strafraum und frei auf's Tor, schiebt den Ball rechts an Yelldell vorbei und an den rechten Innenpfosten. Kein Tor, dafür aber ZIDAN-Sprechchöre aus dem BVB-Block. Kaum zwingende Aktionen. Freistoß nach unnötigem Foul an der linken Strafraumkante. Koblenz wechselt noch einmal. Freistoß kommt und keiner steht bei Hudec, der unbedrängt aus kurzer Distanz einköpft. Endstand: 1:1
BVB: Weidenfeller (46. Ziegler) - Owomoyela, Subotic, Santana, Schmelzer (46. Öztekin) -Hummels (73. Tinga), Kuba (73. Kringe), Sahin (46. Feulner), Hajnal (73. Großkreutz) - Barrios (58. Rangelov), Valdez (58. Zidan)
Tore: 0:1 Barrios (17.), 1:1 Hudec (86.)

Ballkünstler in Aktion: Lucas Barrios.
Globalanalyse
Der Torwart: Sowohl Weidenfeller als auch Ziegler hatten einen entspannten Abend, mussten selten eingreifen und konnten - wie im Falle Weidenfellers - ab und an fröhlich in die Fankurve winken. Kein wirklicher Schuss auf's BVB-Tor bis zur 86. Minute, dann gleich drin und aus dieser kurzen Distanz auch nicht haltbar. Der Kicker würde eine 3 geben, die Wahrheit ist: Schön mitgespielt, starke Vordermänner, wirkliche Bewertung nahezu unmöglich.
Die Abwehr: Die Koblenzer versuchten zwar nach vorne zu spielen, die BVB-Defensive mit Subotic/Santana in der Innenverteidigung stand aber zumeist gut und offenbarte bis zum Gegentor in der 86. Minute vor allem in der Luft keine Schwächen. Beim Gegentor meilenweit vom Gegenspieler entfernt, wobei die vielen Wechsel in den letzten Minuten wohl auch für Zuordnungsprobleme gesorgt haben könnten. Man kann davon ausgehen, dass Subotic und Santana auch beim Ligastart gesetzt sind. Was wiederum die Frage aufwirft, wo Mats Hummels eigentlich spielen soll. Mein Vorschlag solange Dede verletzt ist und Schmelzer schwächelt: Linker Außenverteidiger!
Das Mittelfeld: Schwierig. Hajnal fiel kaum auf, Sahin ausschließlich negativ, Hummels spielte solide aber ohne wirkliche Impulse zu setzen. Kuba scheint gut in Form, insgesamt kam aber aus dem Mittelfeld deutlich zu wenig. Etwas mehr Kreativität mit Feulner und Großkreutz in der zweiten Halbzeit. Muss besser werden.
Der Sturm: Da gibt's eigentlich nichts zu meckern. Valdez läuft, Barrios trifft, Zidan trifft fast und Rangelov macht auch keine schlechte Figur. Valdez/Barrios sind die Favoriten auf den Startplatz, könnte passen!
Zwischen den Stühlen? Für "Susi" Zorc zählt nur der BVB.
Einzelkritik
Roman Weidenfeller (3 ;-)): War nicht gefordert, sehr solide.
Marc Ziegler (3): Wie Weidenfeller nur mit Gegentor.
Neven Subotic (2+): Bombensicher, Torvorlage, unverzichtbar!!!
Felipe Santana (1): Der Rückhalt in der Abwehr, gewinnt jedes Kopfballduell und bügelt die wenigen Schnitzer von Kollege Subotic aus. Steht in dieser Form felsenfest in der Startelf.
Marcel Schmelzer (4-): Hinten recht sicher, insgesamt aber zu träge und behäbig. Kein Vorwärtsdrang, kein Elan. Schade. So kein Dede-Ersatz.
Patrick Owomoyela (2): Grundsolide und mit viel Dynamik im Antritt. Schöne Frisur.
Yasin Öztekin (3-): Wusste wohl selbst nicht so genau, warum er als linker Außenverteidiger spielt. Auf dieser Position keine Idealbesetzung.
Tamas Hajnal (3-): Unauffällig, harmlose Ecken. Kann er besser.
Nuri Sahin (6): Spielte unterirdisch, fiel nur durch Ballverluste und Fouls auf. Muss sich steigern.
Kuba (2-): Zeigte in einigen Aktionen seine Klasse. Hat seine Spritzigkeit offensichtlich wieder gefunden, bester Mann im BVB-Mittelfeld!
Mats Hummels (3): Bemüht, fand mit der Zeit immer besser ins Spiel, auf der Sechs noch nicht so dominant wie Sebastian Kehl, kaum Aktionen nach vorne.
Markus Feulner (3-): Eher unauffällig.
Tinga (3): Solide, aber zu spät gekommen.
Florian Kringe (3): Siehe Tinga.
Kevin Großkreutz (2-): Kurzer Einsatz aber durchaus belebend. Ist eine Alternative.
Lucas Barrios (2+): Tolles Debut, klasse Tor, in Strafraumnähe immer gefährlich, eine echte Bereicherung!
Nelson Valdez (2-): Lauffreudig und agil, Nelson wie man ihn kennt!
Mohamed Zidan (2): Auffällig, forderte Bälle und bekam sie auch. Mit Zug zum Tor und Pech im Abschluss.
Dimitar Rangelov: (2-): Übernahm den Valdez-Part des laufenden Stürmers. Oft anspielbar, scheiterte aus kurzer Distanz am sensationell guten Yelldell.
Spieler des Spiels: Lucas Barrios. Machte das erste Tor in seinem ersten Spiel. Schürt Erwartungen, verbreitet Hoffnung.
Fazit: Testspiel bleibt Testspiel. Bärenstarke Abwehr, mäßiges Mittelfeld. Der BVB muss sich bis zum Bundesligastart steigern und wird das auch tun. Am Samstag gegen Weiden zum Beispiel.
Barrios getroffen!!!
Mit dem Zug versteht sich. Hauptbahnhof raus, blind in einen Bus rein, Busfahrer sagt er fährt nicht zum Stadion aber in die Nähe. Also an der letzten Haltestelle raus und den Rest gelaufen. Schnell zum Kassenhäuschen, Ticket geordert - gibt noch alles - mal überlegen, ach was, heute gönne ich mir das - Haupttribüne für 18 Euro - los, rein ins Stadion - geht nicht ist noch zu, also Jugendmannschaften beim Kicken zugeguckt (naja...), dann erst rein. Merke, dass ich hinter der VIP-Tribüne rumlaufe und die Mannschaftsbusse gerade einfahren, sehr schön, dann warte ich kurz. Mannschaft kommt an und steigt aus (direkt vor mir), alle dabei (soweit nicht verletzt), Sahin trägt den Wäschekorb, Klopp gibt Autogramme, Barrios ist auch da, winkt schüchtern und ist viel größer als ich das erwartet hatte. Mannschaft ist weg, ich grübele darüber nach, wie groß Barrios wirklich ist. Platzsuche. VIP-Tribüne in Koblenz besteht aus einer Holzbank mit Nummern, sehr schön, hier ist man bodenständig. Noch das ein oder andere Foto geschossen, dabei natürlich speziell auf den Welttorjäger geachtet (macht sich warm, versucht mit dem Ball zu tricksen, gelingt nicht so, spielt sich Bälle mit Nelson Valdez zu, gelingt schon besser, Torschuss - Lupfer über Ziegler, drin. - dann rein in die Kabine). Klopp begrüßt jeden einzelnen Koblenzer Rollstuhlfahrer per Handschlag und erntet dafür (völlig zurecht) den Applaus der Heimfans. Es ist 19:00, ca. 7500 Zuschauer sind gekommen (ich ja auch), jetzt kann's losgehen, das Spiel... (Spielbericht folgt)
Harter VIP-Alltag: Holzbänke in Koblenz
Montag, 27. Juli 2009
Frei weg. Barrios da!
Obendrein erste Schreckensmomente, ausgelöst durch die BILD-Zeitung.
BILD: SANOGO nach Dortmund!
ICH: AHHHHHHHH!!!!
BILD: KLASNIC nach Dortmund!
ICH: Ah...schon besser. Aber kann der das noch, das Toreschießen, so ganz ohne Niere?!?
BILD: PANTELIC nach Dortmund!
ICH: Ich lese jetzt KICKER.
KICKER: BARRIOS nach Dortmund.
ICH: Wer?
KICKER: Lucas Barrios, Argentinier, 24 Jahre, 37 Tore in 38 Spielen in der abgelaufenen Saison in Chile, 4,5 Millionen Ablöse, 4-Jahresvertrag, Medizincheck am Samstag.
Soso. Und jetzt ist er tatsächlich da. Der Welttorjäger. Klingt doch prima. Gleich mal YOUTUBE-Videos reingezogen und den Kumpels erzählt. 37 TORE!!! in 38 Spielen!!! In CHILE!!! Moment...in Chile??? Ist das nicht das Österreich Südamerikas? Nein, nein beruhigt mich Jürgen Klopp auf BVB.de, die können da alle kicken in Südamerika und außerdem habe der Zorc den Lucas ja nicht nur wegen der YOUTUBE-Videos gekauft. Wenn ich den Jürgen nicht hätte. Entspannt lehne ich mich zurück und gucke mir die Tore noch mal auf YOUTUBE an. Alle 37. Über sechs Minuten dauert das. Von Fallrückzieher über Kopfballtor bis Reingestochert ist alles dabei. Und nur drei Elfmeter! Davon noch einen versemmelt und den Abpraller eiskalt eingenetzt. Der südamerikanische Gerd Müller ist das, mit Sicherheit!!! Glücklich lege ich mich ins Bett und träume von den ersten Barrios Toren der Saison: Ein lupendreiner Hattrick im Pokal gegen Weiden. Mit dem Außernrist am herausstürmenden Mondragon vorbei zum 1:0 gegen Köln. Ein Abstauber zum glücklichen Auswärtssieg beim HSV. Per Fallrückzieher zum Sieg gegen die Bayern.
Dann wach ich wieder auf und stelle fest, dass Barrios den Medizintest bestanden und im ersten Trainingsspiel gleich drei mal geknippst hat. Vielleicht werden Träume in dieser Saison ja sogar wahr...